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Operative Verfahren

Stationäre nichtoperative Behandlungen

Bestimmte Behandlungsverfahren laufen zwar unter der Bezeichnung nichtoperativ, erfordern aber dennoch einen kurzen Krankenhausaufenthalt. Hierzu zählen:

  • Unterspritzungsverfahren für die Harnröhre bei Blasenschwäche
  • Gabe von Medikamenten in die Harnblase bei Drangerkrankungen
  • Botulinumtoxin Injektionen in die Harnblase bei Drangerkrankungen

 
Operationen mit stationärer Aufnahme

Wenn Sie in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Uniklinik Köln behandelt werden sollen, nehmen wir Sie in den Gebäuden der Frauenklinik in der Kerpener Str. 34 in 50931 Köln, stationär auf. Hier werden modernste operative Verfahren der Beckenbodenchirurgie durchgeführt. Neben klassischen Operationen können wir Ihr Bindegewebe durch Bio- oder Synthetikmaterialien stärken. Bei Blasenschwäche wenden wir verschiedene minimale Operationstechniken an, zum Beispiel das Einsetzen eines sogenannten Bändchens. Die modernste Methode ist die Applikation von Stammzellen, die aus Ihren eigenen Körperzellen gezüchtet werden.

Durch schonende Operationsverfahren erzielen wir kurze Krankenhausaufenthalte, geringe Schmerzen und das Wiedererlangen einer normalen Beckenbodenfunktion.
Wir unterscheiden prinzipiell zwei Arten von Operationen:

  1. Operationen zur Wiederherstellung des Haltebandes oder der Harnröhre
  2. Operationen zur Behebung der Senkung des inneren Genitales
     

Zu 1.) Unterhalb der Harnröhre befindet sich eine anatomische Bandstruktur, die oftmals in Folge von Geburten verletzt werden kann und deshalb schon bei relativ jungen Frauen zu dem Problem der Belastungsinkontinenz führt. Bei diesen Frauen kann das anatomische Band durch ein Kunststoffbändchen ersetzt werden. Dies erfolgt normalerweise in einer kurzen Narkose. Der Eingriff dauert normalerweise zwischen zehn und 20 Minuten. Das Bändchen kann dabei in mindestens zwei verschiedenen Weisen eingelegt werden. Gemäß der Untersuchungsergebnisse wird man sich für eins der beiden bevorzugt entscheiden. Bei dieser Operation kann bereits nach wenigen Stunden der Blasenkatheter entfernt werden und Sie können wieder normal mit Blasentraining beginnen. Meistens werden Sie am Folgetage bereits die Klinik wieder verlassen können.

Zu 2.) Bei den Senkungsoperationen des inneren Genitales haben wir früher noch drei, beziehungsweise vier verschiedene Operationen unterschieden:

  • Die Senkung der Blase mit sogenannter Blasenhebung
  • Senkung des Darms mit sogenannter Darmhebung
  • Senkung der Gebärmutter mit Entfernung der Gebärmutter durch die Scheide und
  • Senkung des Scheidenendes (bei Zustand nach Gebärmutterentfernung) mit Anheftung des Scheidenendes über verschiedene Bänder an der Wirbelsäule oder an anderen Sehnenstrukturen im Becken.

Seit wenigen Jahren sind neue Operationsverfahren entwickelt worden, bei denen die Strukturen ersetzt werden, die für die Senkung primär zuständig sind. Es handelt sich dabei zumeist um den Ersatz von wichtigen Haltebändern im Becken, die in Folge von einer Bindegewebsschwäche verloren gehen. Diese Bänder können heutzutage alle ersetzt werden. Sie werden entweder an der Gebärmutter oder aber am Scheidenende festgenäht und beheben damit die Senkung und deren Folgen. Meistens ist es dann gar nicht mehr nötig, eine Blasenhebung oder Darmhebung zusätzlich durchzuführen. Diese Operationen können nur von einem Bauchschnitt aus durchgeführt werden. Dieser befindet sich an der Schamhaargrenze und ist circa acht bis zehn Zentimeter lang. Die Operation dauert circa zwei Stunden. Die Patientinnen können normalerweise bereits nach vier Tagen die Klinik wieder verlassen.
Da Senkungszustände des inneren Genitales sehr häufig zu Inkontinenzproblemen führen, insbesondere der Unmöglichkeit, den Harndran zu unterdrücken oder auch den Urin einzuhalten, kann mit Hilfe dieser Operationen können viele Patientinnen durch die Operation von dem Problem der Inkontinenz befreit werden.


Plastische Operationen bei Fehlbildungen des inneren Genitales

Es gibt einige Krankheitsbilder, bei denen die inneren Genitale nicht vollständig ausgebildet sind. Für eine Frau erweist sich dabei als besonders unangenehm das Fehlen der Scheide.
Mit spezifischen Operationstechniken können neue Scheiden gebildet werden. Dazu nehmen wir zumeist Haut, die wir vom Gesäß entnehmen und setzen diese in eine neu formierte Scheide. Diese Operationenen sollten normalerweise nicht vor dem 16. Lebensjahr durchgeführt werden.
Die stationäre Behandlung sieht vor, dass die betroffenen Mädchen, beziehungsweise jungen Frauen, 10 bis 12 Tage in einem Stufenbett liegen müssen. Damit sie in dieser Zeit möglichst selten zur Toilette gehen müssen, haben sie einen Dauerkatheter und erhalten „Astronautenkost“. Mit einem Spinalkatheter bekommen sie Schmerzmittel in den Wirbelkanal zugeführt, sodass sie während dieser Zeit vollkommen beschwerdefrei sind.


Wie geht es weiter, wenn eine Operation erforderlich ist?

Wir werden schon in der Ambulanz mit Ihnen die Details der Operation und des Ablaufs Ihres stationären Aufenthaltes bei uns genau besprechen. Dazu hier schon einige Informationen vorab:

Vorbereitung
Die erforderliche Operationsvorbereitung (sogenannte prästationäre Aufnahme) erfolgt an einem gesonderten Termin in unserer Ambulanz. Hier wird Blut abgenommen, Sie sprechen mit dem Anästhesisten, ein EKG wird geschrieben und eventuell eine Röntgenaufnahme gemacht. Sie bekommen außerdem von den Schwestern nützliche Hinweise, die Ihnen den Aufenthalt im Krankenhaus so angenehm und so kurz wie möglich machen. Danach können Sie wieder nach Hause gehen.

Operation
Am Operationstag kommen Sie nüchtern zur Anmeldung (Poliklinik, Erdgeschoss) und werden dann auf der gynäkologischen Station aufgenommen (Stationen 4 oder 5, 4./5. Obergeschoss). Mindestens sieben Tage vor der Operation dürfen Sie kein Aspirin mehr eingenommen haben. Am Operationstag müssen Sie nüchtern, also ungefrühstückt sein. Bei ambulanten Eingriffen müssen Sie wieder abgeholt werden und es muss gewährleistet sein, dass Sie nach dem Eingriff 24 Stunden lang privat betreut sind.

Nachbetreuung
Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus werden Sie durch Ihren einweisenden Arzt und/oder durch das Team der Abteilung Urogynäkologie des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums weiterhin betreut. Etwa drei bis sechs Monate nach der Operation würden wir uns im Rahmen der Qualitätssicherung sehr freuen, von Ihnen zu erfahren, ob es Ihnen gut geht und ob Sie zufrieden sind (zum Beispiel per Telefon oder Verlaufskontrolle).